Geschichte:

Der Leichtathletikverein - Osterhofen wurde im Jahre 1990 gegründet mit insgesamt 37 Mitgliedern.
Zur Zeit hat der Verein 129 Mitglieder
Der Verein erhielt den Namen Leichtathletik - Club Osterhofen e.v. 1990.
1.Vorsitzender Anton Lang, Osterhofen.
2.Vorsitzender Johann Pirkl, Osterhofen.
Kassiererin: Simone Sternthal, Osterhofen
Frauen und Jugend/Schülerwartin Regina Heindl, Osterhofen.
Übungsleiter mit Lizenz: Anton Lang A Schein
Übungsleiter mit Lizenz: Simone Sternthal F Schein
Übungsleiter mit Lizenz: Regina Heindl A und F Schein

Simone Sternthal (Lang) erreichte 25 Bayrische Meistertitel und 5 deutsche Vizetitel.
Simone Sternthal (Lang) bestritt 3 Ländervergleichskämpfe,gegen Großbritannien,Tschechien,UDSSR,Bulgarien und ex DDR.
Der Verein führte schon mehrere Kreis, Niederbayrische und Bayrische Meisterschaften auf Strasse sowie Crosslauf durch.
Auch das Gesellige wird hier groß geschrieben:Trainingslager jährlich in Tirol und Weihnachtsfeier.

Geschichte der Leichtathletik im Abriss:

Leichtathletik im Wandel:
Laufen, Springen, Werfen ... und alles ist beim alten geblieben? Nein. In über 100 Jahren Leichtathletik hat sich so einiges getan. Wo Veränderung gleich Fortschritt bedeutet, da ist Stillstand schon gleich Rückschritt - im Sport wie im "richtigen Leben". Also hat auch die Leichtathletik ihren Weg gemacht, von der Industrialisierung zum Computerzeitalter. Aschenbahn? Nein danke. Zielband? Stoppuhr? Mitnichten. Kaum etwas ist unverändert geblieben, bei der Technik, dem Material und den Athletinnen selbst. Zum Beispiel die Aschenbahn, vielen sicher noch ein Begriff, auch wenn sie selbst nicht mehr in den Genuss gekommen sind, einmal darauf zu laufen. Dass es jedoch bis zu den dreißiger Jahren dauerte, bis der Startblock erfunden wurde und ein Loch mit einer kleinen Schaufel in die Bahn gegraben werden mußte - wer weiß das schon? Und wer kennt heutezutage noch ein Zielband, an dessen Stelle die Videokamera getreten ist?

Starter und Startschüsse:
Während sich früher der Zeitplan verzögerte, weil noch nicht ausreichend viele Zeitnehmer auf dem Platz waren, so liegt es heute meist daran, daß ein Kabel für den Computer oder die Zeitmessung fehlt. Am wenigsten änderte sich beim Starter. Der "gute, alte" Mensch wurde noch nicht von einem Roboter ersetzt. Aber wer weiß schon, wann auch hier die Technik den Einzug bekommen wird. Geschossen wird wie schon im Jahre 1896, mit einer Pistole. Wenn sie auch heute verkabelt ist und mit dem Schuss die elektronische Zeitmessung ausgelöst wird. Meistens trägt der Starter noch ein Mikrofon. So muss er erstens nicht so laut das Startkommando schreien und zweistens versteht selbst der Läufer auf der Außenbahn Kommando. Eine akustische Benachteiligung gibt es somit nicht. "Auf die Plätze, fertig, los" heißt es immer noch. Das Startkommando erfolgt in der Landessprache des Gastgeberlandes.

Spikes:
Ein besonderes Kapitel und ewiger Diskussionspunkt werden wohl für Athleten und Schuhhersteller die Spikes sein. Von den selbst zugespitzten Dornen über die ersten auswechselbaren Dornen und den Bürstenschuh (heute, nach Verbot in der Leichtathletik, noch bei den Bobfahrern zu bewundern) bis zu den heutigen High-Tech-Produkten der neunziger Jahre gibt es für jede Disziplin einen bestimmten Schuh. Die Sprinter bevorzugen einen leichten Schuh ohne ein starkes Fersenteil, da auf den Fussballen gesprintet wird. Weit- und Dreispringer benötigen einen Spike mit einem festen Fersenbereich. Die Hochspringer haben unter Ferse noch zusätzliche Dornen, um beim Absprung einen guten Halt zu haben. Für die Mittel- und Langstreckenläufer gibt es verschiedene Laufspikes. Die Werfer und Kugelstoßer verzichten auf Dornen unter den Schuhen. Sie bevorzugen Schuhe ohne Profil, damit das Angleiten im Ring gut gelingt. Ausnahme bilden die Speerwerfer. Sie haben knöchelhohe Spikes mit zusätzlichen Dornen im Fersenbereich. Die Geher und Marathonläufer tragen natürlich auch keine Dornen unter ihren Schuhen. Nicht zu vergessen ist die Diskussion über das Gewicht der Schuhe.

Bekleidung:
Eine tolle Veränderung erlebte die Bekleidung der Athletinnen. Von den Kennemann-Gedächtnishosen und Röcken der Damen war es ein weiter Weg bis zu den hautengen und farbreichen Ein- oder Zweiteilern der heutigen Tage. Vorreiterin war die US-Sprinterin Florence Griffith-Joyner, die mit ihren extravaganten Sprintanzügen für Aufsehen sorgte. Knisternde Erotik kehrte auf die Tartanbahn ein - keine unangenehme Begleiterscheinung der heutigen Leichtathletik.

Mittel- und Langstrecken und das Gehen:
Eine besondere Entwicklung nahmen auch die Mittel-, Lang- und Straßenläufe. Speziell die Frauen-Leichtathletik mußte Jahrzehnte kämpfen, bis längere Strecken eingeführt wurden. Bei den Olympischen Spielen 1972 wurden als längste Strecke die 1500 m eingeführt und erst 1984 in Los Angeles kamen 3000 m und Marathon dazu. Als Vorreiter für den Frauen-Langstreckenlauf galt der Waldnieler Arzt Dr. Ernst van Aaken, der die ersten Frauenläufe in Deutschland organisierte. Großer Diskussionspunkt unter Läufern blieb jahrelang die ordnungsgemäße Vermessung von Marathonstrecken. Während vor allem die großen City-Marathons wie Berlin und Hamburg absolut exakt vermessen wurden, gab es "auf dem Dorf" bis in die siebziger Jahre Strecken mit "Variablen". Sehr konstant dagegen blieb das Gehen. Außer einigen Regeländerungen sah sich diese Disziplin nur wenigen Reformen unterworfen. Beim Gehen muss ein Teil des Fusses ständig Bodenkontakt haben: Die Ferse eines Beines muss aufgesetzt sein, bevor das andere Bein den Boden verlässt. Dies führt zu dem oft belächelten "Hüftschwung" der Geherinnen.

Weit- und Dreisprung:
Am wenigsten änderte sich bei den Langsprüngen (Weit, Drei). Den Absprungbalken gibt es seit dem vorigen Jahrhundert, Sand liegt auch schon seit Menschengedenken in der Grube. Lediglich die Sprungtechniken änderten sich im Weitsprung. Techniken wie Hocksprung, Hitech-Kick und das Intermezzo Saltoweitsprung wurden vom Hangsprung und den heutigen Laufsprung abgelöst. Beim Dreisprung diskutierte man in Deutschland bis zu Beginn der zwanziger Jahre, ob die deutsche Technik, (links-rechts-links, bzw. umgekehrt) oder der Hop-Step-Jump das Richtige sei. Letztendlich siegte Hop-Step-Jump (links-links-rechts bzw. umgekehrt).

Der Hochsprung:
Ganz anders dagegen die Vertikalsprünge, bei denen die revolutionärste Entwicklung wohl mit Beginn der Floptechnik im Hochsprung einsetzte. Heute kann man sich kaum noch vorstellen, dass AthletInnen aus zwei Meter Höhe in ebenerdige Sandgruben sprangen. Die Sprungkissen sind aber tatsächlich eine Errungenschaft der sechziger Jahre.

Stabhochsprung:
Einen besonderen Weg brachten die Sprungstäbe dem Stabhochsprung. Vom Bambusstab über Alu- und Stahlstäbe in den 50er und 60er Jahren bis zum heutigen Glasfiberstab - im Fortschritt der Materialien liegt auch eine Ursache für die Entwicklung der Sprunghöhen von vier bis über sechs Meter. Zumal die Landung heutzutage entschieden sanfter erfolgt als anno dazumal. Ohne die dicken Schaumstoffmatten wäre der Stabhochsprung buchstäblich halsbrecherisch.

Die Hürdenstrecken:
Der Lauf über die Hürden gehört zum beständigsten Unbeständigen in der Leichtathletik. Es veränderten sich im Laufe der Zeit in allen Altersklassen die Abstände zwischen den Hürden. Aus schweren Holzhindernissen wurden relativ leichte Alu- bzw. Kunstoffhürden. Die Frauen liefen von Olympia 1932 (Los Angeles) bis 1968 (Mexiko) über die 80 m lange Hürdenstrecke und ab 1972 wurden Rekorde über 100 m Hürden erzielt. Nach einigen Versuchen in den 60er Jahren über 200 m Hürden, unter anderem bei einem Länderkampf mit den USA, durften die Frauen ab 1984 auch in der Männerdomäne Langhürden mitmachen.

Der Hindernislauf:
Die neueste Veränderung gab es mit Sicherheit im Hindernislauf. Bis zuletzt eine Männerdomäne, wurde auch diese Laufdisziplin im Jahre 1998 von den Frauen erobert. Die Streckenlänge beträgt 3000 Meter und die Hindernisse haben eine Höhe von 76,4 cm. Die Männer laufen ebenfalls über eine Länge von 3000 Metern, müssen aber 91,4 cm hohe Hindernisse überqueren.

Das Kugelstoßen:
Für das Kugelstoßen galt seit 1857 ein Gerätegewicht von 16 englischen Pfund (7,257 kg). Nachdem ursprünglich aus einem Quadrat von sieben Fuss (2,137 m) Seitenlänge gestoßen wurde, gab es lediglich die Veränderung zum 2,13-m-Kreis. Allerdings war dieser Kreis früher nicht betoniert wie heutzutage, sondern wurde einfach in die Asche eingezeichnet. Anfang des Jahrhunderts gab es ebenfalls schon den Abstoßbalken. In dieser Disziplin brachten neue Techniken wie die O'Brian-Technik und die Drehstoßtechnik erhebliche Weitenverbesserungen.

Diskuswurf und Hammerwerfen:
Die Diskuswerfer, ihre Trainer und Funktionäre diskutierten sehr lange darüber, ob der antike (hellenische) Stil oder der freie Stil zur Regel erklärt werde. Die Entwicklung führte vom 2,50-m-Wurfquadrat zum betonierten Kreis, von der flachen Eisenscheibe über den Holzdiskus mit Eisenring zum Kunststoffring mit der Masse im Außenring. Beim Hammerwerfen bestehen die Regeln für das Gerät seit 1912 (Griff, Draht und Kugel). Auch das Schutzgitter wird schon seit Beginn der 20er Jahre verwendet, aber immer wieder verbessert. Diese Veränderung - auch eine Anpassung der Wurfsektoren von 45 Grad auf 40 Grad - wurde notwendig, nachdem die Athleten immer größer und stärker wurden und statt zwei später drei und schließlich vier Drehungen zur Beschleunigung des Hammers absolvieren.

Das Speerwerfen:
Das Speerwerfen - man denke nur an die Jagdwaffen der Vorzeit und des Altertums - gilt als eine der ältesten Disziplinen der Leichtathletik. 1912 "bekamen" die Männer den 800-g-Speer. Die Techniken waren in der ersten Hälfte des Jahrhunderts hauptsächlich von den Skandinaviern beeinflusst. Nachdem in den 50er Jahren die Drehtechnik des Spaniers Evasquin - immerhin wurden Weiten bis zu 100 m erzielt - von der IAAF verboten wurde, blieb die schwedische oder finnische Rücknahme, d.h. Tragen des Speeres am gestreckten Arm hinter dem Körper während der letzten fünf Anlaufschritte, der einzig sichtbare Unterschied in dieser Wurftechnik. Der Speer selbst erlebte dagegen schon zahlreiche Veränderungen. 1912 legte die Regelkommission fest, dass der Speer 2,60 Meter lang und 800 Gramm schwer sein muss. Das ist wahrscheinlich heute noch das einzige, was gleich geblieben ist. Die ersten Speere waren gedrehte massive Holzspeere, danach kam der mehrteilig geleimte Holzspeer, gefolgt von der 1954 entwickelten "Held-Zigarre", dem ersten hohlen Metallspeer des US-Amerikaners Bud Held. Als Konsequenz aus dem von Uwe Hohn erzielten Weltrekord von 104,80 Meter im Jahr 1984, wurde 1986 der Schwerpunkt des Speeres um vier Zentimeter nach vorne verlegt. Ungünstigere Flugeigenschaften, kürzere Weiten und deutlichere Abdrücke bei der Landung waren die Folge. Und: das Speerwerfen blieb in den Stadien und wurde nicht auf die Warmlauf-Wiesen verbannt.

Kampfrichter und Messtechnik:
Auch die Kampfrichter mussten sich immer wieder auf neue Methoden und Regeln einstellen. Mit dem Computerzeitalter zog "Kollege Computer" ins Wettkampbüro ein. Wurden früher möglichst viele Durchschläge geschrieben, spuckt heutzutage der Computer / Kopierer so viele Kopien aus, wie notwendig sind. Machmal auch viel zu viele. Im Laufe der Zeit verbesserte sich auch die Messtechnik. Vor allem in den Wurf- und Sprungdisziplinen gibt es eine besonders große Änderung im messtechnischen Bereich. Während anfänglich - und auch heute noch bei kleinen Veranstaltungen üblich - mit dem Kunststoff- oder Stahlmaßband gemessen wurde, ist bei großen Meisterschaften die photoelektrische Messung die Regel. Bei Rekorden allerdings muss heute noch das Maßband zu Hilfe genommen werden, um die Anerkennung zu gewährleisten.

Und zu guter letzt:
Eines hat sich in der Leichtathletik allerdings nie geändert: Laufen, Springen und Werfen muss der Athlet immer noch selbst und Sieger bleibt, wer Erster wird.

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